Unternehmenskommunikation mit Exchange 2010 PDF Drucken E-Mail

Christian Ruppert




                                                     


Pünktlich zur TechEd Europe 2009 stellte Microsoft die neueste Version des „Grundpfeilers der Unified Communication Lösung“, vor. Ob das Programm rechtzeitig fertig wurde, weil man vorsichtshalber für die interne Bezeichnung die “13” vermieden hat, mag bezweifelt werden. Nicht zu bezweifeln ist jedoch, dass „E14“ eine ganze Reihe Neues mit sich bringt.
Die gute Nachricht für alle, die mit dem Vorgänger arbeiten: Auf den ersten Blick gibt es sehr viele Ähnlichkeiten mit Exchange 2007, wie etwa die Aufteilung in verschiedene Rollen und die Verwaltung über die Powershell.
Es gibt aber auch Features von denen wir uns verabschieden müssen, wie die eben erst eingeführte Datenbankreplikation. Hier heißt das Zauberwort „Database Availability Group“; eine völlig neue Methode des Exchange Clusterings, die es erlaubt bis zu 16 Kopien einer Datenbank anzulegen. Um gegen Ausfälle besser gewappnet zu sein, sind jetzt auch die „Client Access“ und „Hub Transport“ Rollen clusterfähig, dazu wird  die Virtualisierung für alle Rollen (ausgenommen Unified Messaging) unterstützt. Den immer weiter gestiegenen Anforderungen in Sachen Compliance wurde Rechnung getragen. So wird Exchange 2010 über eine integrierte Archivierungsmöglichkeit verfügen. Benutzer, die auf Exchange 2010 umgestellt haben, dürfen sich ebenfalls über ein paar Neuerungen freuen, wie die so genannten „Mailtips“ die schon vor dem Versenden einer Nachricht auf mögliche Probleme aufmerksam machen.
Die neue Version bringt aber nicht nur Sonnenschein: Exchange 2010 ist lediglich als 64 Bit Version erhältlich und wird nur auf Windows 2008 lauffähig sein.
Obwohl gemischte Umgebungen mit Exchange 2007 und 2003 unterstützt werden, ist die Abwärtskompatibilität eingeschränkt und ein Inplace-Upgrade ist aus keiner Version möglich. Dazu kommt die gestiegene Komplexität.
Gerade Administratoren, die bislang nur mit Exchange 2003 oder noch älteren Versionen gearbeitet haben, dürfte die Umstellung nicht leicht fallen.
Ein Umstieg auf Exchange 2010 will also gut überlegt und noch besser geplant sein.


Fotoquelle: pixelio.de/Reiner Sturm

 
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